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Unser Landkreis hat 33 selbständige Gemeinden - von der größten Stadt Pegnitz bis zum Dorf Plankenfels. Um jeden Ort und die dort auch praktizierte Politik wirklich kennenzulernen, besuchen wir u.a. auch mindestens eine Gemeinde- oder Stadtratssitzung in jedem Ort.
Die vergangenen Wochen (41. u. 42. KW) waren wir in Waischenfeld und Bischofsgrün. Beide Orte haben fähige Bürgermeister, die viel für ihre - unsere - Heimat getan haben. Dabei spielt keine Rolle, daß sie in politischen Parteien aktiv sind, die unsere Konkurrenten sind. In der Kommunalpolitik kann es nicht um die oder jene Partei gehen, sondern nur darum, ob die oder jene Maßnahme dem Gemeinwohl dient oder eben nicht.
In Bischofsgrün hat Bürgermeister Stephan Unglaub (SPD) zusammen mit seinem Gemeinderat eine ganze Menge erreicht. Die von uns besuchte Sitzung, jedenfalls der öffentliche Teil, war nur kurz, aber dokumentierte dies doch auf vielseitige Weise. Wir wünschen der Gemeinde Bischofsgrün für die Zukunft alles Gute!
Die Sitzung in Waischenfeld am Montag zuvor war die interessanteste und beste, die ich bislang außerhalb von Weidenberg – da bin ich voreingenommen – besucht habe. Die Souveränität und Ruhe, die Bürgermeister Edmund Pirkelmann (FWG) nicht nur ausstrahlt, sondern auch praktiziert, sind bewundernswert. Dazu kommen Räte, die – egal von welcher Partei und Fraktion – gut vorbereitet waren und unaufgeregt berechtigte Anstöße und Fragen vorbrachten. Mein Besuch war – wie überall – unangekündigt. Öffentliche Sitzungen sind halt genau das – eben öffentlich. Deshalb glaube ich nicht, das hier nur irgendeine Schau vorgespielt wurde. Leider sind aber nicht überall im Landkreis die Gemeinderatssitzungen so eine vorbildliche Angelegenheit. Es gibt auch völlig entgegengesetzte Beispiele. Das wollen, das müssen wir ändern. Unser Landkreis soll nicht zum Schlußlicht, sondern zu den ersten in Bayern gehören – jedenfalls, was die Anstrengungen und die Zusammenarbeit in den einzelnen Gemeinden angeht. Wo das noch nicht so ist, muß es eben anders werden. Dazu wollen wir uns einsetzen.
Abschließend nochmal zu Waischenfeld und dem Kreisrats-Kollegen Pirkelmann. Wir sind sicher nicht immer politisch einer Meinung. Das muß auch nicht sein. Unterschiedliche Sichtweisen sollten die Politik doch beleben. Wichtig ist, was am Ende dabei herauskommt. Und da kann ich zu Waischenfeld nur sagen: A la bonheur! Chapeau! Meinen Respekt, Herr Bürgermeister. Schade, daß Sie am Ende dieser Periode nicht mehr zur Verfügung stehen.

Sowohl für Bischofsgrün wie Waischenfeld sucht die FDP im Landkreis noch Unterstützer und Mitstreiter. Interessierte melden sich bitte bei uns.
Hermann Hiery